Nur noch ein allerletzter Kuss, und dann will ich sterben...

 

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Hallo zusammen...

Wenn ihr keine Lust habt, mein Geschriebenes zu lesen,dann lasst es sein

Das wars auch schon ^^

Lg

Lisa

27.9.07 17:56


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Gedanken über einiges

Schon eine ganze Weile her, seit ich das geschrieben habe...

 

~Sie saß mit überkreuzten Beinen auf ihrem Bett und starrte den Block auf ihren Knien an. Deutschaufsatz. Oder zumindest sollte es einer werden; bisher stand nur die Überschrift, „Charakteristik“, da. Bis zum nächsten Tag sollte sie ihn fertig haben, aber sie konnte sich einfach nicht konzentrieren. Deshalb starrte sie weiter auf das fast leere Blatt und hing ihren Gedanken nach; im Moment drehten sie sich um Silvester des Vorjahres... Ein paar Minuten zuvor hatte sie die Tagebucheinträge eben dieses Silvester betreffend gelesen und sich damit all die Erinnerungen wieder in den Sinn gebracht. ~
-Damals hatte es auch angefangen.-
Sie fand es erstaunlich, wie ähnlich die Gedankengänge im Tagebuch und die der letzten Zeit sich doch waren. Über ein Jahr und sie stellte sich immer noch die selben Fragen.
Antworten hatte sie immer noch keine gefunden; aber sie hatte sich noch mehr Gedanken über alles gemacht.
-Am Anfang waren es keine tiefen Schnitte und sie war danach über sich selbst erschrocken gewesen.-
Wenn sie jedoch nach Antworten suchte, dann verwirrte sich alles in ihr, sodass sie nicht mehr klar denken konnte.
Reden konnte sie auch nicht. Sie hatte jemanden gefunden, der ihr zuhörte –Jan- – ob er sie verstand? Hm, manchmal vielleicht. Aber nicht immer. Recht selten, wenn sie es sich genau überlegte. Deshalb redete sie auch mit ihm nicht über vieles. Sie dachte bei sich, dass es ihn wohl kaum interessierte, was sie sagte. Er beteuerte zwar, dass es ihn interessierte, aber na ja...sagen kann man eben viel.
-Keinem fielen die dünnen Striche auf ihren Armen auf, es waren ja auch nicht viele, und sie verheilten schnell. Zurück blieben kaum sichtbare Narben.-
Lieber behielt sie ihre Gedanken und Gefühle für sich und belästigte niemanden damit.
~Immer noch war das Blatt vor ihre leer, die Überschrift prangte darauf – sonst nichts. Seufzend legte sie es beiseite – es hatte ja doch keinen Sinn. Lieber dachte sie sich morgen eine Entschuldigung aus. ~
Lügen war ihr noch nie schwergefallen, sie wurden nicht einmal rot dabei. Eigentlich war ihr ganzes Leben eine Lüge. Jedem machte sie etwas vor – auch sich selbst? Jan behauptete das.
Tief in ihrem Herzen wusste sie, dass er Recht hatte. Aber „Tief in ihrem Herzen“ hatte sich so gut in ihr versteckt, dass sie es selbst nicht wiederfand. Ab und zu huschte es kurz aus seinem Versteck hervor und suchte sich ein Neues. Aber sie war die meiste Zeit so gefühllos, dass sie es nicht wirklich wahrnahm.
-Mit der Zeit wurden es mehr Schnitte, und sie gingen tiefer und tiefer.-
Was in ihr war, wusste niemand, die Mauer um sie war so fest geworden, dass keiner sie durchbrechen konnte. So sehr sie selbst es sich auch wünschte.
~Regungslos saß sie nun schon stundenlang da, die Zeiger der Uhr rückten unaufhörlich vor. Ihre Eltern und ihr Bruder schliefen längst, nur in ihrem Zimmer war noch Licht, nebenher lief Musik.
Ihr Magen tat weh, den ganzen Tag schon. Sie hatte das manchmal, ihr Körper gab ihr damit zu verstehen, dass es zu viel für ihn war.~
Sie achtete nicht wirklich darauf, aß einige Tage nichts, bzw. erbrach das Gegessene –ihr Magen nahm nichts auf außer Wasser-, danach ging es wieder.
In der Zeit lief sie mit noch tieferen Schatten unter den Augen herum als sonst und schlief kaum, aber auch das schien niemand zu bemerken. Manchmal kam sie sich vor, als sei sie unsichtbar, und meistens tat sie alles daran, es auch wirklich zu sein.
Es gab Zeiten, in denen sie versuchte auszubrechen, die Wasseroberfläche zu durchbrechen, aus dem eiskalten Wasser zu fliehen, das sie gefangen hielt. Dann nahm sie alles klar wahr, wusste, dass sie etwas ändern musste, dass sie kalt geworden war. Sie wollte an der Luft bleiben, am Licht, doch etwas packte sie mit eisernem Griff und zog sie zurück in die dunkle Tiefe.
-Sie mochte das Gefühl, ihr Blut warm an ihren Armen und Beinen herunterlaufen zu spüren.-
Und unten, da war es kalt. Sie war kalt. Oft fühlte sie sich, als ob Eiswasser durch ihre Adern rinnen würde. Blicklos starrte sie dann vor sich hin, hörte alles, was die Leute ihr sagten, ließ es an sich vorbeifließen ohne es wahrzunehmen.
Jan machte ihr daraus einen Vorwurf. Doch sie konnte nicht anders, das Eis hatte ihr Herz fest im Griff. Dachte er, sie mochte es, eines Morgens aufzuwachen und festzustellen, dass sie von den letzten Tagen keine einzige Erinnerung mehr hatte? Ihr fehlte so viel Zeit ihres Lebens, Zeit, von der sie nicht wusste, was sie in ihr getan hatte. Keiner mag dieses Gefühl. Ihre Kindheit war gänzlich verloren. Sie wusste nicht mehr, was sie damals getan hatte, die Erinnerung war ausgelöscht. Sicher, einzelne Erinnerungsfetzen hatte sie, doch ohne Bilder, die es bewiesen, hätte sie sich schlicht geweigert anzunehmen, damals hier gelebt zu haben.
Manchmal kam jedoch etwas hoch, von dem sie nicht wusste, was es war. Eine Erinnerung, die sie dazu brachte, sich zu übergeben, ohne jemals etwas in ihr zu sehen. Es war mehr ein Gefühl denn eine konkrete Szene. Grauenhaft war dieses Gefühl auf jeden Fall. Vor allem wegen der Unwissenheit. Sie wusste nicht, was damals passiert war. Sie hatte es vergessen.
Oft befiel sie auch ein Gefühl, schmutzig zu sein. Doch egal, was sie tat, mit wie viel Wasser sie sich auch wusch, der Schmutz blieb, er haftete unwiderruflich an ihr.
-Das Blut schwemmte auch Gefühle weg, Gefühle, die sie bedrängten und ihr keine Ruhe ließen.-
Außerdem hasste sie es, wenn andere Leute sie berührten. Sie musste sich jedes mal zusammenreißen, sich nicht wie unter Schmerzen zu krümmen. Es fiel ihr schwer.
-Sie fühlte sich frei, wenn sie es tat.-
Ab und zu fühlte sie sich regelrecht wahnsinnig. Sie glaubte, Dinge zu hören...Und immer war da diese leise Stimme in ihrem Kopf, die sie quälte, sie dazu bringen wollte, sich das Leben zu nehmen, sie dazu treiben wollte, grauenhafte Dinge zu tun...
-Auf andere Weise wurde sie nicht mehr frei.-
~Sie sah auf ihren linken Arm hinab. Weiße Linien zogen sich darüber hinweg, aber auch frische Wunden und solche, die gerade dabei waren, Narben zu werden. Ihr rechter Arm sah genauso aus, vielleicht nicht ganz so heftig, die Beine ebenfalls.~
Sie hasste sich dafür, und sie hatte Angst vor dem, was die anderen sagen würden, wenn sie es entdeckten. Bisher hatte sie es verstecken können, doch im Sommer... Sie bekam Panikattacken, wenn sie daran dachte. Aber noch war es ja nicht so weit...
~Sinnend starrte sie wieder vor sich hin.~
Sie wusste, dass sie Probleme hatte, die sie selbst nicht lösen konnte, sie wusste, dass sie Hilfe brauchte – aber sie hatte sich ihr ganzes Leben alleine durchgeschlagen und sich selbst verschlossen – nach so vielen Jahren war es nicht leicht, diesen Schritt zu tun.
~Sie sah auf die Uhr. Halb zwei nachts. Sie sollte schlafen gehen. Andererseits würden die Augenringe eh niemandem auffallen.
Sie seufzte. Dann drehte sie die Musik leise, löschte das Licht und legte sich hin.
Es dauerte lange, bis sie endlich einschlief.

27.9.07 18:07


Langweilig

Oh ja...da war mir wohl wirklich langweilig ^^

 

Es war einmal...Nein, nicht „Es war einmal“. Mit diesem Satz fangen Märchen an. Das hier ist kein Märchen. Ich hatte auch gar nicht vor, ein Märchen zu erzählen, ich wollte etwas ganz anderes schreiben; ich weiß nur nicht, was. Vorhin, da hatte ich den Kopf voller Ideen, aus denen man wirklich etwas machen könnte. Aber wie das nun mal so ist, hatte ich keine Zeit, mich hinzusetzen und sie aufzuschreiben. Ich dachte eben „die Ideen bleiben schon in meinem Hirn drin“. Dem war nun leider nicht so....Jetzt sitze ich hier und weiß nicht, was ich schreiben soll. Einfach anfangen, irgendwann kommt schon was raus. Irgendwann. Fragt sich bloß, wann dieses Irgendwann da ist. Im Moment schreib ich immer noch nur so drauf los, ohne groß darüber nachzudenken. Wenn ich einen richtigen Anfang hätte, ja dann könnte ich eine Geschichte schreiben. Ich hab aber keinen. Also, um alles zusammenzufassen: Ich schreibe irgendeinen Mist, nur um überhaupt etwas schreiben zu können. Ich warte darauf, dass mir wieder etwas Gutes in den Sinn kommt. Klar so weit? Wunderbar, dann kann ich ja weiterschreiben. Aber halt - da ist ja schon wieder dieses Problem...das Problem, dass ich nicht weiß, was ich schreiben soll. Jaja, schon gut, ich weiß, dass ich mich wiederhole. Dann sagt mir doch einfach eine Idee. Ihr schäumt bestimmt über vor tollen Ideen. Bitte, seid so lieb und leiht mir eine davon aus. Da, seht ihrs? Da kommt schon wieder die nächste Frage: Wie kann man eine Idee ausleihen? Fragen über Fragen...Warum ist mir gerade so langweilig, obwohl ich eigentlich genug zu tun hätte? Warum fallen einem die guten Ideen nie dann ein, wenn man sie braucht? Warum kann man einem anderen keine Idee ausleihen? Warum schreibe ich hier so einen Stuss zusammen? Das waren noch die relativ einfachen Fragen. Es gibt auch tiefschürfendere: Was ist der Sinn des Lebens? Wenn der Mond aus Käse besteht, warum wird er dann nicht von Mäusen bewohnt? Warum wohnt ein Mann im Mond? Er ist doch dort oben ganz alleine! Was würde passieren, wenn die Welt von Hip-Hoppern regiert werden würde? Wie schreibt man einen Anhänger des Hip-Hops richtig? Ich sag ja. Fragen über Fragen, auf die es wohl nie eine Antwort geben wird. Ihr haltet mich jetzt bestimmt für verrückt. Bin ich aber nicht. Mir ist ganz einfach langweilig. War euch das noch nie? Doch, bestimmt. Dann habt ihr bestimmt auch irgendwelchen Mist gemacht. Nein? Das glaub ich euch nicht. So. Da habt ihrs. Aber macht euch nichts draus, wir sind doch alle ein wenig verrückt. Die einen mehr, die anderen weniger. Ich gehöre wohl zu der ersten Gruppe. Noch ne Frage: Wie schreibt man es, dass man zwinkert, ohne irgendwelche ** oder ähnliches zu benutzen? Okay, jetzt wird’s glaub ich echt ein wenig krank. Es ist wohl besser, wenn ich jetzt aufhöre zu schreiben und ins Bett gehe. Ich meine, es ist ja auch schon spät. Da gehören kleine Lisas nun mal ins Bett. Hoffentlich habe ich euch nicht zu sehr gelangweilt. Und wenn doch, dann ist es ja bewiesen, was ich oben geschrieben habe. Ihr macht genauso dummes Zeug wie ich, wenn euch langweilig ist! Ha! Ertappt! Nun gut, ich belass es jetzt wirklich dabei. Also schlaft gut. Falls es erst Mittag oder Morgen ist, dann macht eben was anderes. Ist mir ehrlichgesagt ziemlich wurscht =P. Ihr dürft mich auch gerne im ICQ belästigen, aber bis dahin ist mir vermutlich nicht mehr langweilig, also macht euch auf ne Abfuhr gefasst. Mit besten Wünschen Eure *** Lisa ***

27.9.07 18:17


Maskenball

Maskenball, tagaus, tagein
Will nicht mehr sie selber sein
Maske auf, die nächste schon
Lachen immer in ihr'm Ton
Verbirgt genau, wer sie ist,
was sie ist - doch vergisst
Wegrennen sie kann nicht mehr
Versucht sie es auch noch so sehr

Maske - rot, Maske - gelb
Bis die Maske runterfällt
Bis sie in den Spiegel schaut
Sich sieht in ihrer eig'nen Haut
Ausdruckslos, leeres Blatt
Endlich merkt sie - sie hat's satt!

27.9.07 18:25


~>Spiegelscherben, messerscharf<~

Anmerkung vorweg: Das Gedicht ist wie im Fieberwahn, ohne Punkt und Komma zu lesen, dann besteht die Möglichkeit, es zu verstehen.

Messerscharfe Spiegelscherben
reißen in sie tiefe Kerben
Kirschenrotes Blutrinnsal
versteckt ihre Höllenqual
Rotes Blut auf weißer Haut
sie schreit leise, sie schweigt laut
Keiner hört sie, hört ihr Fleh'n
still an ihr vorüber geh'n
>Lasst mich leben< ruft sie aus
Erkenntnisse wie eine Faust
tief in ihren Magen rein
Ersticken ihr lautloses Schrein
>Lass mich sterben< flüstert sie
>>Steckt sie in die Psychiatrie!<<
Messerscharfe Spiegelscherben
reißen in sie tiefe Kerben
Rotes Blut auf weißer Haut
>>Erst ihr Tod macht Leises laut<
27.9.07 18:27





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